Jugendkirche Nordhausen

Die markante aber schlichte Formensprache entwickelt sich aus der inneren Funktion und dem Ziel, durch fließende Raumfolgen eine hohe Nutzungsflexibilität und barrierefreie Erreichbarkeit zu ermöglichen. Durch die Umgestaltung der historischen Kirche mit dem Neubau des Seminargebäudes im Norden, der Integration von Kirchenraum, Seminarräumen und Cafe auf einer barrierefreien Ebene erfährt die Stadt Nordhausen an diesem historischen Standort eine Stärkung des öffentlichen Raumes. Prägendes Element im Aussenraum ist der großzügige Vorplatz am Haupteingang der Jugendkirche. Die Räume der Kirche und der Freiraum korrespondieren miteinander und gehen ineinander über. Das neue Seitenschiff ist ein moderner, zeitgenössischer Baukörper der sich in seiner Größe und Formgebung auf das bestehende Ensemble bezieht. Die ruhige Fassade in handwerklich bearbeiteter, monolithischer Erscheinung und einem präzise gesetzten Durchbruch zum Kirchgarten, wird mit einer „Lichtfuge" an das Bestandsgebäude angeschlossen. Dieser Rücksprung lässt den Raum zwischen historischer Kirche und neuem Seitenschiff erlebbar durchfließen und schafft einen angemessenen, lesbaren Übergang in die Seminarräume und den Kirchgarten. Der im Südwesten geschaffene Haupteingang ist mit seiner großzügigen Öffnung klar vom Platz aus als Haupteingang erkennbar und dient als Empfang, Garderobe und Verteiler der Besucherströme. Das Jugendcafe orientiert sich in exponierter Lage zu diesem Vorplatz und zur Stadt hin und öffnet sich zum Kirchenraum.

Auftraggeber:

Kirchenkreis Südharz

Leistung:

LPH 01-09

Fertigstellung:

12|2017